Samstag, 15. Januar 2011

Bunte Welt


Bild dran. Zug fährt noch. Geht das?

Freitag, 14. Januar 2011

Donnerstag, 13. Januar 2011

Neuköllner Bilder


Schöne Bilder. Eindrücklich. Sie fassen einen an. Melancholie. Könnte es sein. Und eine gewisse Härte. D. - sie steht neben mir - sagt, dass sieht ja aus, als wäre in den letzten Jahrzehnten gar nichts passiert! Neuköllner Neorealismus. Als hätte Lorenz Kienzle mit der Farbe die Zeit ausgetrieben. Das Schnell – Lebige. Obschon neu - entstanden in den Jahren 2005 bis 2010 - scheinen sie von weit her zu kommen. Die Bilder. Wie das, was sie zeigen. Menschen wie Orte. Sie sperren sich und fordern Konzentration. Wogegen und worauf? Hingehen und nachspüren.

Mittwoch, 12. Januar 2011

Dienstag, 11. Januar 2011

Neuköllner Humor


Unser Bürgermeister redet gerne. Kommentieren findet er auch gut. Gerne in eigener Sache. Das Berliner Abendblatt gibt ihm dafür Raum.

„Nachdem es mit den Firmen, die sich bei unseren eigenen Grundstücken um den Winterdienst kümmern sollen, in der letzten Saison kräftig in die Hosen gegangen ist, haben wir natürlich die Unternehmen gewechselt. Die Preise haben diese erst einmal erhöht, schneller und besser als ihre Vorgänger sind sie aber leider nicht. Und so bleibt der Schnee nun halt etwas teurer liegen.“

Montag, 10. Januar 2011

FeldZug


Es gibt kaum etwas Schlimmeres als behördliche Planungssprache. Geht’s um’s Ausbessern des Straßenpflasters, mag’s noch hinhauen. Geht’s um Erschließung und Bürgerbeteiligung läuft’s regelmäßig gegen die Wand. Ein herrschaftlicher Duktus und Kontrollphantasien durchziehen die Texte. Da läuft das Müssen zu großer Form auf. Geschichte weht der Bürgerin und dem Bürger in’s Gesicht. Die Grasnarbe spricht zu uns. Helm ab zum Gebet, wer das Feld - die Freiheit - betreten will! Wow! Geht’s nicht auch ein bißchen kleiner? Darf ein Feld nicht einfach mal ein Feld bleiben? Reicht es nicht, wenn Anwohnerinnen und Besucher auf dem Areal tun und lassen, was sie in Gesellschaft oder auch alleine, bei Berücksichtigung der Interessen anderer, machen wollen? Spazierengehen, Laufen, Drachen-Steigen-Lassen, Liegen, Saufen, Grillen und so weiter und so weiter? Ist es so schwer, es ihnen - uns - zu überlassen, aus welchen Gründen, zu welchem Zwecke und mit welchen Folgen wir dies tun? Genügt es nicht, staatlicherseits schlicht für den Erhalt der Fläche, ein paar zusätzliche Bäume etc. zu sorgen? Ist dies nicht Herausforderung genug? Glaubt wirklich jemand in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, dass man ein Leitbild braucht, um „das Areal (…) für die Bürgerinnen und Bürger erlebbar“ zu machen? Gehört der ganze gequirlte Quark, der anderen Orts seine Berechtigung hat, - Wissen und Lernen, interreligiöser Dialog, saubere Zukunftstechnologien etc. - ernstlich auf’s Feld? Auch fürsorgliche Bevormundung bleibt Bevormundung und ein Relikt aus vordemokratischen Zeiten.

Sonntag, 9. Januar 2011

Samstag, 8. Januar 2011

Neuköllner Wechsel


Schotten dicht? Ne, drin. Uff’ iss’es. Gift fließt und der schottische Whisky auch. Prominent bedient wird, wer einkehrt. In’s Betresen und Besitzen teilen sich Barry und Rachel Burns, Phil Collins und Sinisa Mitrovic. Ein radikaler Schnitt? Irgendwie schon. Das alte Milieu ausgeräumt, das neue von weiter her. Geblieben ist der Tresen und ein Teil des Mobiliars. Sentimental muß man deshalb nicht werden, sagen darf man’s trotzdem: Mit jeder Kneipe geht ein Stück Altberlin und Neukölln. Wohin? Irgendwie weg. Die Behauptung, hier bilde sich nur die Veränderung der Bewohnerschaft innerhalb der Quartiere ab, greift zu kurz. Die alten Eckkneipen waren fest verbandelt mit Anwohnerinnen und verwurzelt im Milieu. Kommunikationszentren und Tratschbörsen, Treff für Vereine und Ortsverbände der Parteien, nachbarschaftliche Sozialwerke, Bank und Ort für’s Seelenheil. Die neuen Etablissements sind Teil anderer, nicht lokal gebundener Netzwerke. Was sie sind, sein und auf Dauer werden wollen? Probieren wir's aus. Zumindest das Motto, mit dem Burns die Kneipenkarriere beginnt, stimmt: „Ich genieße Berlin, so wie es ist“.