Montag, 28. März 2011

Drei-Euro-Oper


Sind sich die Abgehängten selbst genug? Ist Stallgeruch Teil erfolgreicher Integration? Schlägt soziales Los Ethnizität? Sozialforscher würden dies bejahen. Integration findet immer da statt, wo man sie am wenigsten erwarten würde. Dort, wo alle wenig haben. Die, die es könnten, fürchten um Besitz und Vermögen. Sie schließen sich ab. Schlimmer noch, sie setzen ihr Vermögen ein, um denen, die sich schwer durch den Alltag schlagen müssen, das Leben noch ein bisschen schwerer zu machen. Überschüssiger Wohlstand auf der einen, Vertreibung auf der anderen Seite. Klingt nach Brecht?! Hört heute auf den Text von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel und die Musik von Vivan und Ketan Bhatti. Ein bißchen mehr Zeit, den Bruchteil des Etats eines großen Opernhauses, noch ein bisschen geschraubt und gedreht, die ein oder andere Unebenheit im Handlungsverlauf geschliffen und wir hätten so etwas wie eine aktuelle „Drei-Euro-Oper“. Aber auch so - im Discount - ist's großartig. Weill trifft Grips. Verpassen geht gar nicht!

Samstag, 26. März 2011

Schaltplan


So geht's natürlich auch.

Freitag, 25. März 2011

Donnerstag, 24. März 2011

Dienstag, 22. März 2011

Neuköllner Ring



Wo bleiben eigentlich die, die Neukölln verlassen müssen, wenn die Mieten steigen? Der Spiegel weiß es, Häußermann beschreibt es, Buschkowsky kann "bisher nicht erkennen, dass sich die Veränderungen im Erdgeschoss in der Gestalt von Galerien, Gaststätten, Kunstwerkstätten auch in den darüberliegenden Wohnetagen dauerhaft niederschlagen. Das müßte sich dann ja in den Schulklassen widerspiegeln. Tut es aber nicht." *

* Interview mit Heinz Buschkowsky, in: strassenfeger, Ausgabe 6, S.4, März 2011

Montag, 21. März 2011

Sonntag, 20. März 2011

Samstag, 19. März 2011

Anders kaufen


Am Ende hat’s dann doch nicht mehr gereicht. Nach 28 Jahren schloß mit dem Rübezahl ein Ökoladen der ersten Stunde. Dem Trend zum „Super“ hatte der kleine Laden lange Zeit trotzen können. Mietrückstände brachten schließlich das Aus. Schade. Wo habt ihr denn alle euer Geld hingetragen, liebe Nachbarinnen und Nachbarn?