Dienstag, 28. Dezember 2010

Montag, 27. Dezember 2010

Neuköllner Baum


Die einen sind beseelt, andere haben gevöllert, wieder anderen füllt der Baum den Bauch. Manche suchen!

Sonntag, 26. Dezember 2010

Samstag, 25. Dezember 2010

Zauberhaftes Neukölln


Vom Zaubern ist ja viel die Rede. In letzter Zeit. „Zauberer“, sagt Maxim Leo, „sind die besten Stadtentwickler (…).“ Blasse Jungs und bunte Mädels, mit viel Ideen und wenig Geld, die eine raue Alkoholiker-Meile im Handumdrehen in ein angesagtes Ausgehviertel verwandeln können. Was da entsteht? „Ein Gefühl von Freiheit, von einem anderen Leben, von einer Welt, die wie ein großer Spielplatz ist. Wo Geld keine Rolle spielt und niemand erwachsen werden muß.“ „Zaubern“, sagt Mona Schmidt, gebürtige Neuköllnerin, „ist Arbeit, langes Üben, Zaubern ist Sich-Feinde-Machen, denn man darf ja nicht mal seinem besten Freund erklären, wie es funktioniert. Das verbietet der Kodex der Zauberer (…).“ Zwei Welten, zwei Philosophien, zwei Zeitalter. Das alte und das neue Neukölln. Was den Unterschied ausmacht? Die neuen Zauberer leben und reisen, Rücktrittversicherung eingeschlossen, auf dem Kaskoticket ihrer Eltern. Sie nehmen kreative Auszeiten, sind hochmobil, gebildet, international orientiert. Durchstarten kommt später. Jeder Ort ist ein Ort. Wurzeln schlagen hinderlich. Die alten hingen am Gewerbe und - so es sie noch gibt - halten stand. Lokal verwoben, familienorientiert, mit Kiez und Nachbarschaft auf Du und Du. Sie sind, so unerbittlich kann das Leben sein, erwachsen. Und wissen um die Macht des Geldes. Das Gefühl für Spiel, Freiheit und Glück haben sie nicht verloren. Sie packen’s in kleinen Portionen ab. Sparsamer Umgang für lange Strecken. Lebensklug.

Freitag, 24. Dezember 2010

Sonntag, 19. Dezember 2010

Neuköllner Avatar


„ … man sollte sich einfach mal fragen: Bin ich kohärent? Bin ich echt? Bin ich ehrlich? Bin ich ich?" Das kann man tun. Schöner wird’s, wenn andere diese Fragen zum Anlaß nehmen, um zu spielen, zu singen und zu tanzen. Erledigen sie diese Aufgabe grandios und mitreißend, mit Humor, gefühlig und spitz, und hängen sie einem die eine oder andere Melodie in’s Ohr, die hängenbleibt, dann weiß man, wo man ist: Oper in Neukölln. Reinschleichen. Vielleicht geht’s noch hintenrum.

Samstag, 18. Dezember 2010

Neuköllner Bloglauf


Manche kommen ein bisschen schwer in Gang und laufen den selbstgestellten Ansprüchen hinterher. Andere ziehen um. Wieder andere schreiben, den Cognac-Schwenker in der einen, die Pfeife in der anderen Hand, mit dem Kopf. Geht dann ja nicht anders. Ohne Hände. Mit Blick auf die wunderbare Welt und ‘NPO-Blogparaden’. Kontext-entschlossen, Richtungs-motiviert und Partizipations-erfahren. Das Erregungslevel immer auf der Zwölf, legen die (Meta)Nachrichten aus Nord-Neukölln den Finger auf die Wunde und sagen, wer die Lunte an’s Faß legt. „Die Mißstände sind Zustände, Kämpfen ist wichtig, Feiern aber auch! Sim-sa-la-bim!“ Das ist die Strecke, die bewältigt werden muß, soll aus Randnotizen Gutes wachsen. Wem das zu anstrengend ist, der lässt sich vom Rixdorfer Kunstnetz einfangen und bekommt es mit Katze Kotzi, Glücksautomaten und Knödel in Sauce-Kissen zu tun. Wer tiefer blickt, gerät in den Strudel von Minze-Sputnik, Vernetzungstanten, fashion-charm-bracelet’s und Souvenirmanufaktur. Schwer wieder rauszukommen. Wer das Gefühl hat, hier immer wieder dasselbe in anderer Verpackung serviert zu bekommen, liegt richtig. Redundanz oder unreiner Loop? Vielfalt aus Einfall? Kreisecho? Keine Ahnung. Auf halber Strecke liegen geblieben ist - mehr Log als Blog - der Wegweiser durch’s Quartier. Muß sich halt lohnen, irgendwann und irgendwie. Sonst geht die Puste aus. Pusten kann auch Brigitte. Ist die echt, die Autorin? Mit "ethnologischem" Blick, einer Mischung aus Neugier und Begierde, gibt’s da Frontberichterstattung. Aus dem Grenzland zwischen Orient und Okzident. Nach Drehbuch, den Mitfünfzigerinnen zugedacht, wird Klischee für Klischee in die Kulisse geschoben. Ein neues Leben. Kein Entrinnen. Shisha-Pfeife, WOW-Schoko, Gewürztrallala und Lovestory. Könnte das nicht reichen? Eins muß noch drauf: Broadway Neukölln! „Warum Broadway? Weil es hier jeden Tag wechselnde Aufführungen gibt, je nach Straßenzug, den man wählt - und das stets live (…).“ Und ich dachte immer, hier leben Menschen ihren Alltag. Immerhin. Das Geständnis folgt stante pede: „Gedanken mache ich mir keine.“ Fassen wir zusammen: Neukölln macht glücklich!

Donnerstag, 16. Dezember 2010